Systembrett-Anleitung: Schritt für Schritt aufstellen

Diese Anleitung zeigt einen typischen Ablauf für die Arbeit mit dem Systembrett, mit Fragen für jede Phase. Sie funktioniert mit Holzfiguren ebenso wie mit einem Online-Systembrett.

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1. Anliegen klären

Bevor die erste Figur steht, klären Sie, worum es gehen soll. Ein klares Anliegen hilft zu entscheiden, wer oder was auf das Brett gehört.

  • Was möchten Sie heute anschauen?
  • Woran würden Sie merken, dass sich die Aufstellung gelohnt hat?
  • Wer oder was gehört zu diesem Thema dazu?

2. Figuren auswählen

Ihre Klient:in wählt für jede Person, Rolle oder jedes Thema eine Figur. Form, Farbe und Größe dürfen etwas bedeuten, müssen es aber nicht. Fragen Sie nach, wenn eine Wahl auffällt.

  • Welche Figur passt zu dieser Person?
  • Was bedeutet es, dass diese Figur größer ist als die anderen?

3. Aufstellen

Nun stellt Ihre Klient:in die Figuren auf das Brett, möglichst aus dem Gefühl heraus und ohne lange zu überlegen. Wichtig sind drei Dinge: der Abstand zwischen den Figuren, ihre Blickrichtung und ihr Platz auf dem Brett, etwa in der Mitte oder am Rand.

4. Das Bild wirken lassen

Betrachten Sie die Aufstellung gemeinsam, bevor Sie etwas verändern.

  • Was fällt Ihnen auf, wenn Sie das Brett so sehen?
  • Wer steht wem nahe, wer ist weit weg?
  • Wohin schaut die Figur, die für Sie steht? Wer ist in ihrem Rücken?
  • Wie geht es dieser Figur an ihrem Platz?

5. Perspektiven wechseln

Ein Perspektivwechsel bringt oft neue Einsichten. Am Holzbrett beugen Sie sich dafür über das Brett oder gehen um den Tisch. Auf einem 3D-Brett wechseln Sie in die Innensicht einer Figur oder in die Metaposition.

  • Was sieht diese Figur von ihrem Platz aus?
  • Wie wirkt das Ganze, wenn Sie von außen daraufschauen?

6. Veränderungen ausprobieren

Jetzt darf sich etwas bewegen. Fragen Sie, wo eine Figur lieber stehen würde, oder verändern Sie probehalber einen Abstand. Halten Sie die Ausgangsaufstellung fest, damit Sie vergleichen können; auf einem digitalen Brett duplizieren Sie es dafür einfach.

  • Wo wäre ein guter Platz für diese Figur?
  • Was verändert sich, wenn diese Figur einen Schritt näher kommt?
  • Was fehlt noch auf dem Brett, zum Beispiel eine Ressource?

7. Abschließen

Zum Schluss geht es um das, was Ihre Klient:in mitnimmt. Ein Bild oder PDF des Bretts hilft, die Sitzung später wieder aufzugreifen.

  • Was ist Ihnen heute klar geworden?
  • Welches Bild möchten Sie in Erinnerung behalten?
  • Was ist ein erster kleiner Schritt?

Häufige Fragen

Wie viele Figuren gehören auf das Brett?

So viele wie nötig, so wenige wie möglich. Für den Anfang reichen oft wenige Figuren, weitere lassen sich jederzeit ergänzen. Vauri erlaubt bis zu 100 Elemente pro Brett.

Wer stellt auf, die Klient:in oder ich?

In der Regel stellt Ihre Klient:in selbst auf, denn es geht um ihr inneres Bild. Sie unterstützen mit Fragen. Auf dem Online-Systembrett geben Sie Ihrem Gast dafür Bearbeitungsrechte.

Eignet sich die Anleitung auch für Teams?

Ja. Die Schritte sind dieselben; statt Familienmitgliedern stehen dann Personen, Rollen oder Abteilungen auf dem Brett.

Das Online-Systembrett in 3D. Live und gemeinsam.